Hertha BSC Berlin wurde am 25. Juli 1892 gegründet. Der Verein ist einer der größten in Berlin und hat neben dem Fußball noch weitere Abteilungen. Der Spielbetrieb der Profis, Amateure und der A-Jugend wird durch die 2002 gegründete Hertha BSC KG mbH aA durchgeführt.

Hertha BSC Berlin zählt derzeit etwas mehr als 15 000 Mitglieder.

Das Olympiastadion bietet 74 500 Zuschauern Platz. Das Stadion wurde am 1. August 1936 eröffnet. Im Juli 2000 wurde das Stadion umgebaut und modernisiert. Am 31.12.2004 waren die Umbauten abgeschlossen. Die Uefa hat dem Stadion nach dem Umbau den Status eines 5 Sterne Stadions verliehen.
Geschichte:

Gründung und Entwicklung

Der Verein Hertha BSC wurde am 25. Juli 1892 als BFC Hertha 1892 gegründet. Nach der Fusion mit dem Berliner Sport Club, entstand 1923 der noch bis heute gültige Name. 1906 errang die Hertha BSC die erste Berliner Meisterschaft. Der Hertha gelang es 1910 als erste Mannschaft des Kontinents mit Southend United eine englische Mannschaft zu besiegen. Die Fusion 1923 mit dem Berliner Sport Club hatte viele Vorteile. Der BSC stellte ein Sportgelände zur Verfügung und der BFC Hertha das Spielermaterial. Ein Jahr nach der Fusion wurde der neue Sportplatz eröffnet. In Berlin wurde das Stadion "Plumpe" genannt. Das Stadion war Schauplatz beim olympischen Fußballturnier 1936.

Zwischen 1926 und 1929 stand die Hertha viermal in Folge im Finale um die deutsche Meisterschaft. Den Berlinern gelang es jedoch in keinem dieser Finalspiele, als Sieger vom Platz zu gehen.1929 trennte sich Hertha BSC wieder vom Berliner SC. Gegen eine Abfindung von 75 000 Reichsmark konnten die Herthaner den Sportplatz und das mittlerweile bekannt gewordene "BSC" behalten. Nach den vier verpassten Meisterschaften in den Jahren zuvor, gelang es den Berlinern 1930 und 1931, die Meisterschaft zu gewinnen. Bis heute sind die beiden Jahre die erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte der Hertha.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten die Berliner mit dem Namen "SG Grundbrunnen" weiter. Am 1.August 1949 wurde der Verein wieder in Hertha BSC umbenannt. In ganz Deutschland bildeten sich auf regionaler Ebene Amateurligen. Hertha BSC nahm in der Saison 1949/1950 an der Oberliga Berlin teil. Die Hertha spielte aber nur eine untergeordnete Rolle in der Oberliga. Drei Jahre vor der Einführung der Fußball-Bundesliga kämpften drei Berliner Vereine um einen Startplatz darin. Unter ihnen Hertha BSC, Tennis Borussia Berlin und Tasmania 1900 Berlin, die sich lange in der Oberiga duellierten. Die letzte ausgespielte Berliner Oberliga-Meisterschaft holte sich Hertha BSC. Die Berliner waren Mitgründer der Bundesliga 1963. In den ersten Jahren gelang es der "alten Dame" nur knapp, den Abstieg zu vermeiden. Nach dem zweiten Bundesligajahr erlitt die Hertha einen schweren Rückschlag. Der DFB strafversetzte die Hertha in die Regionalliga. Die Berliner hatten zuvor Spieler mit Handgeldern nach Berlin gelockt. Dieses Vorgehen war zum damaligen Zeitpunkt strikt verboten.

Nach drei Jahren Pause kehrte die Hertha 1970 in die Bundesliga zurück. Den Berlinern gelang es, sich in der Liga zu etablieren. Ein Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga waren die Herthaner in einem Bundesligaskandal verwickelt. Arminia Bielefeld bot den Berlinern 250.000 DM für einen Sieg im Abstiegskampf. Die Berliner lehnten den Betrag jedoch ab, weil die Siegprämie das Angebot deckte. Die Berliner verloren die Begegnung mit 0:1. Den größten Fehler machten die Berliner jedoch nach der Partie. Nach dem Spiel nahmen die Spieler einen bereitgestellten Koffer mit Geld doch noch an. Sowohl einige Spieler als auch Funktionäre wurden zu Starfen verurteilt. In den 70er Jahren rutschten die Berliner ins Mittelmaß der Tabelle ab. 1977 verlor die Hertha das Pokalfinale gegen den 1.FC Köln. Zwei Jahre später stand Hertha BSC Berlin erneut im Pokalfinale. Gegen Fortuna Düsseldorf verließen die Berliner erneut den Platz als Verlierer. Seit dem verloren Finale 1979 hat die Hertha nicht mehr das Pokalfinale erreicht.

Die sportliche Talfahrt fand im Abstieg 1980 ihren vorläufigen Höhepunkt. Es folgten Auf- und Abstiege bis schließlich der Abstieg in die Oberliga 1986 feststand. Zwar konnten die Herthaner 1987 die Oberliga-Meisterschaft gewinnen, dennoch verpassten sie in den Aufstiegsspielen den Sprung in die 2. Bundesliga. Ein Jahr später gelang dann aber die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Trainer Peter Neururer löste mit dem Aufstieg 1990 eine riesen Euphorie in Berlin aus. Schon ein Jahr später, nach dem abermaligen Abstieg, herrschte wieder Ernüchterung in Berlin. Diese hielt auch bis zum Jahr 1997 an. Jürgen Röber führte den Hauptstadtklub zurück in Bundesliga. In der Aufstiegsaison besuchten 75 000 Zuschauer das Olympiastadion, soviele wir noch nie in der 2.Bundesliga zuvor.

Bundesliga und Champions League

In der Bundesliga konnte sich Hertha BSC Berlin im ersten Jahr halten. Danach konnten die Berliner sich im oberen Drittel der Tabelle festsetzen. Es gelang sogar der Sprung in die Champions League in der Saison 1999/2000. Nach sechs Jahren in Berlin, wurde Jürgen Röber im Februar 2002 entlassen. Falko Götz übernahm die Mannschaft bis zum Ende der Saison. Zur Saison 2002/2003 kam Huub Stevens nach Berlin. Nach einem halben Jahr wurde der Niederländer wieder entlassen und Hans Mayer übernahm den stark abstiegsbedrohten Hauptstadtklub und führte ihn auf Platz 12.

Falko Götz übernahm zur neuen Saison die Mannschaft und führte sie wieder nach oben in der Tabelle. Hertha war wieder im internationalen Geschäft vertreten. In der Saison 05/06 stand Götz nach Pokal-Pleite und Uefa Cup-Aus und neun sieglosen Spielen kurz vor der Entlassung. Doch Götz und die Mannschaft bekamen noch die Kurve, so dass am Ende der Saison Platz 6 erreicht wurde.

In der Saison 2006/2007 gelang der Hertha über den UI-Cup die Qualifikation für den UEFA-Cup. Dort scheiterte das Team in der ersten Runde an Odense BK.

Nach neun sieglosen Spielen in der Rückrunde trennte sich der Hauptstadt-Klub Ostern 2007 von Trainer Falko Götz. Dessen Nachfolge traten Karsten Heine und Sven Kretschmer an. Die Saison wurde als 10. beendet.

Aktuelle Situation

Am 1. Juni 2007 übernahm Lucien Favre die Profi-Abteilung als Cheftrainer. Die Hertha beendete die Saison 2007/2008 wiederum als Zehnter. Über die Fair-Play-Wertung der UEFA qualifizierte sie sich trotzdem für den UEFA-Cup. Lucien Favre verfolgt weiterhin das Konzept, junge und weitgehend unbekannte Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Ein Jahr später spielte man bis zum 32.Spieltag um die Deutsche Meisterschaft mit, vergab am letzten Spieltag den Matchball zur Championsleague und ist diesmal sportlich als vierter für die European League qualifiziert. In der Sommerpause wurde Dieter Hoeness zum "Rücktritt" überredet, nach 13 Jahren Hertha BSC. Seine Kompetenzen wurden aufgeteilt. Den sportlichen Bereich übernimmt Ex-Stürmer Michael Preetz.