Sa
01
Mai
2010
Mai 2010 - Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg
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#1
Der saudümmste Abstieg aller Zeiten
Hoffnung nach dem 1:0, Chancen über Chancen, aber dann der Todesstoß
Schluss, aus, vorbei! Hertha BSC ist nach 13 Jahren aus der Bundesliga abgestiegen. Es geht nichts mehr. Dabei wäre doch so viel gegangen. Auch bei diesem 1:1 (1:0) in Leverkusen. Es ist der saudümmste Abstieg der Bundesliga-Geschichte.
Hertha war dem Sieg, der Hoffnung so nah. Und doch wieder zu dämlich, um die Torchancen zu nutzen, wie schon die ganze Saison. Auf das lange Sterben in der Liga hatten sich alle schon gewöhnt. Jetzt ist der Exitus eingetreten. Und alle sind plötzlich fassungslos.
Abpfiff in der BayArena um 17.19 Uhr. Viele blau-weiße Fans weinen in der Fankurve, andere retten sich in trotzigem Galgenhumor und singen: "Zweite Liga, BSC, scheißegal!" Es ist eine seltsame Stimmung zwischen tiefer Trauer und Fassungslosigkeit. Auf dem Rasen fallen die Spieler wie Dominosteine nacheinander auf den Boden, lassen die Köpfe hängen.
Tränen vergießen sie in diesem Moment nicht. Kapitän Arne Friedrich richtet sich wieder auf. Trainer Friedhelm Funkel kommt zu ihm, umarmt ihn tröstend. Schluss, aus, vorbei! Weder Trainer, noch Kapitän konnten in dieser Abstiegssaison das Ruder entscheidend rumreißen.
Friedrich trottet zu den Hertha-Anhängern, klatscht Beifall, bleibt wie sechs andere Kollege aber auf halben Wege stehen. Auch das ist ein Symbol dieses blau-weißen Katastrophen-Jahres.
Es wurde nichts konsequent zu Ende geführt. Hertha war nach der schlimmen Hinrunde (6 Punkte) in der Rückrunde spielerisch und kämpferisch wieder konkurrenzfähig. Aber konkurrenzlos dumm bei der Chancenverwertung.
Mit versteinerter Miene sitzt Funkel in der Pressekonferenz und sagt: "Dass wir schön gespielt haben, dafür können wir uns nichts kaufen. Das Spiel war sinnbildlich für die ganze Rückrunde. Wir haben die Torchancen nicht genutzt."
Kein Einspruch, Herr Funkel. Raffael traf in der 12. Minute per Volley-Schuss zum 1:0. Ein Hauch von Hoffnung war wieder da. Mit einem Sieg wäre Hertha heute noch nicht abgestiegen. Denn die Konkurrenten taten wie in den vergangenen Monaten Hertha den Gefallen und verloren auch (Bochum, Nürnberg).
Hertha beherrschte den Tabellenvierten Leverkusen und erspielte sich Chance um Chance. Und machte einfach das Tor nicht. Es war zum Irrewerden, besonders kurz nach der Halbzeit: Erst scheiterte Gojko Kacar aus fünf Metern. Und im Nachschuss auch noch Theofanis Gekas (53.). Immer wieder der Grieche, der im Liga-Endspurt nichts mehr auf sein Tor-Gyros-Konto bekommt. Die Strafe kam für so viel Fahrlässigkeit: In der 59. Minute köpfte Bayers Manuel Friedrich nach einer Ecke zum 1:1 ein. Saudumm!
Hertha gab sich nicht auf, kämpfte weiter. Gekas hätte in derNachspielzeit zum Helden werden können. Doch an einer Flanke von Adrian Ramos rutschte er um zehn Zentimeter vorbei. Die Hertha-Fans schrien ein letztes Mal, danach fluchten sie und weinten. Abpfiff, Abstieg! Niemand kann es begreifen. Selbst Bayers Trainer-Methusalem Jupp Heynckes schüttelte tröstend in Richtung Funkel den Kopf: "Ich habe noch nie eine Mannschaft in der Bundesliga gesehen, die so gut spielt und absteigt."
Es ist der dümmste, überflüssigste Abstieg der Bundesliga. Selbst der 1. FC Nürnberg, der 1969 als Meister abstieg, stellte sich nicht so dumm an. Es ist passiert. Friedrich: "Wir haben es wieder nicht verstanden, die Tore zu machen. Es ist so bitter. Ich glaube, dass wir alle es erst in ein paar Tagen richtig realisieren." Die Fans haben es schon, sie leiden und weinen die ganze Nacht.
Hertha-Fans und ihre Qualen
Wo auch immer sich gestern Hertha-Fans trafen, lief derselbe Horror-Film ab. Brüllende Münder, fassungslos nach oben geworfene Arme, Pulsschlag konstant über 200 und unkontrolliertes Zittern am ganzen Körper. Funkels Mannschaft vergab auch die allerletzte Hoffnung. Diese vermaledeite Truppe, die uns mehr gequält hat als Schwiegermutter, Finanzamt und S-Bahn zusammen, hätte die Tür zur Rettung zum x-ten Male aufschießen können. Sie hatte Chancen ohne Ende. Wir alle wissen es, weil wir versucht haben, den Ball ins Tor zu brüllen. Weil wir noch wochenlang in kaltem Schweiß gebadet aus dem Schlaf hochschrecken und schreien werden: "Gekas! GEKAS! Nein, das gibt es doch alles nicht." Es wäre die sensationellste Rettung gewesen, seit Moses sein Volk durch das Rote Meer führte. Hertha hätte auch in einer Woche beim Schaulaufen der Meisterbayern drei Punkte abstauben können. Dann hätte der Sprung auf Relegationsplatz 16 noch klappen können. Hätte, wenn und Hertha – die uralte Leier eines Vereins, der regelmäßig die Big Points versiebt. Nächste Saison geht es vom 1. Spieltag an um das überlebenswichtige Ziel Aufstieg. Hilfe!
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#2
Hertha-Idol Christian Fiedler über seine Gefühle beim Abstieg
Verdammt, das ist so bitter! Aber wir kommen wieder
Aufstieg, Champions League, Abstieg – Fanliebling Fiedel erlebte 13 Jahre blau-weiße Achterbahn
BayArena in Leverkusen ist gefüllt mit Menschen. Doch in mir herrscht eine Leere. Ich schaue auf die Anzeigetafel. Die Bundesligatabelle wird eingeblendet. Da stehen ganz brutal die Zahlen: Hertha, Platz 18, 24 Punkte, 4 Punkte Rückstand auf den rettenden 16. Platz. Nichts geht mehr: Wir sind abgestiegen.
Ausgerechnet gegen Leverkusen ist das sportliche Schicksal meines Klubs besiegelt. Verdammt! Wieder Leverkusen. Vor 17 Jahren träumte ich als 18-Jähriger mit den Hertha-Bubis den großen Pokaltraum. Wir waren so nah dran. Das Endspiel im Olympiastadion verloren wir gegen Bayer 0:1. Es war damals bitter, doch am Ende waren wir trotz der Niederlage stolz, dass wir es so weit geschafft haben.
Von Stolz kann jetzt keine Rede sein. Abstieg ist einfach nur fies und demütigend – für alle. Es ist meine erste Saison im Torwarttrainer-Team. Und dann dieser Absturz. Vergangenes Jahr musste ich meine Profikarriere beenden, weil das Knie nicht mehr mitmachte. Das war schon ein bitterer persönlicher Schmerz, den ich akzeptieren musste. Aber jetzt?
Es scheint für einen Moment alles still zu stehen. In meinem Kopf rauschen alle Erlebnisse, die ich mit meinem Verein hatte, im Zeitraffer durch. Mein erstes Spiel als Profi in der Zweiten Liga im September 1994 gegen den 1. FC Saarbrücken. Wir gewannen 2:1. Ich wurde sofort Stammtorwart. Im Mai 1997 dann der Aufstieg in die Bundesliga nach einem 2:1 in Unterhaching. Die Euphorie und die Freude waren bei uns allen so riesengroß – Bundesliga! Und Hertha ist wieder dabei.
Nur vier Monate später war es bei mir damit vorbei. Nach einem 0:4 in Rostock musste ich auf die Bank. Mein Kollege und Freund Gabor Kiraly erhielt seine Chance. Zweiter Mann sein, das ist brutal, besonders, wenn man zwei Jahre später in der Champions League ist. Aber man darf sich nicht unterkriegen lassen. Man muss im Training weiterkämpfen. Jeden Tag an sich glauben und bereit sein für den Moment, wenn man wieder im Kasten steht. Er kam am 31. Januar 2004. Es war grausam: Vier Mal musste ich in Bremen die Bälle aus dem Netz holen, Hertha war Tabellenletzter.
Unterkriegen lassen? Für einen Herthaner gibt es das nicht! Mit Hans Meyer, unserem damaligen Trainer, kämpften wir uns wieder nach oben. Unsere Mannschaft lebte. Trotz des Abstiegskampfes hatten wir zusammen eine Menge Spaß. Diese Verschworenheit rettete uns. Den Klassenerhalt packten wir am 33. Spieltag durch ein 1:1 bei 1860 München.
Sechs Jahre später ist am vorletzten Spieltag der Abstieg für uns besiegelt. Nach 13 Jahren müssen wir den bitteren Gang zurück in die Zweite Liga antreten. Es wird hart, für einen kurzen Moment dürfen wir jetzt die Köpfe hängen lassen. Aber danach müssen wir wieder aufstehen. Ein Herthaner gibt nicht auf! Jetzt müssen wir alle zeigen, dass wir es besser können. Es wird harte Arbeit bis zum Wiederaufstieg. Packen wir es an!
Christian Fiedler -
#3
"Nie mehr seit 1971 (erster Bundesliga-Skandal mit Hertha und dem berühmt-berüchtigten Trainer Kronsbein an der Spitze) hat mir Hertha so viel Freude gemacht wie in dieser Spielzeit!
Es ist immer wieder herzerfrischend mit zu erleben wie Hertha
seine Anhänger im entscheidenden Moment zu enttäuschen versteht. Und das nun schon seit fast 40 Jahren! Hertha mach weiter so, dann werden wir an Dir noch viel Freude haben."
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#4
Arm und unsexy! Selbst Berlin weint kaum um Hertha
Ich habe bisher in drei Bundesliga-Städten gelebt. Zunächst in Gelsenkirchen (geboren im Ortsteil Schalke), dann in Hamburg und jetzt in Berlin.
Wenn ich einen Vergleich anstelle, so spielt Hertha BSC Berlin im Stadtbild die mit Abstand bedeutungsloseste Rolle.
Dabei sind die Herthaner, wie Schalke und der HSV, ein stolzer Traditionsklub, wurden bereits 1930 und 1931 Deutscher Meister.
Doch heute wird selbst der bittere Abstieg in die 2. Liga mit geradezu stoischer Gleichgültigkeit erduldet.
Beim vorentscheidenden 0:1 gegen Schalke vor zwei Wochen gab es im Olympiastadion ein paar vereinzelte Tränen, ja! Aber ansonsten kaum Gefühlsausbrüche einer enttäuschten Liebe, nicht einmal Pfiffe.
Und auch im Rest der Republik bedauert man zwar, dass ausgerechnet unsere Hauptstadt in der Bundesliga nicht mehr vertreten ist – doch das Mitleid hält sich doch sehr Grenzen. Woran liegt das?
Fährt man in Schalke oder Hamburg Richtung Stadion, so trifft man Fans aus allen Teilen Deutschlands. Bei Hertha sieht man Berliner Nummernschilder, ein paar aus Brandenburg – und das war’s dann auch. Durch die 40-jährige Insel-Lage West-Berlins hat die Hertha in Deutschland fast zwei Generationen an Fans verloren.
Natürlich trifft den Verein daran keine Schuld. Aber man hat versäumt, unter diesen widrigen Umständen erst recht eine eigene, unverwechselbare Marke aufzubauen.
Man hat immer wieder den ganz schnellen Erfolg gesucht und man hat die eigene Identität darüber vergessen.
Große Berliner Talente, die die Multi-Kulti-Stadt repräsentieren, wurden vergrault und spielen heute woanders: Boateng (wechselt gerade für 12,5 Mio vom HSV zu Manchester City), Dejagah, Madlung (beide Wolfsburg), Salihovic (Spielmacher Hoffenheim), Olic (Bayern) oder Köhler (Frankfurt), um nur einige zu nennen.
Stattdessen wurden Söldner-Truppen zusammengekauft, die zwar teuer waren, aber keine Schlacht gewinnen.
Gefühlt war Nationalspieler Arne Friedrich in dieser Saison der einzige Deutsche, der bei Hertha eingesetzt wurde. Doch auch er eher ein Geräuschloser, der mitverantwortlich dafür ist, dass Hertha nur ein einziges Heimspiel gewinnen konnte. Jämmerlich!
„Wir sind arm, aber sexy“, hat der Regierende Klaus Wowereit einmal über Berlin gesagt. Auf Hertha trifft das nicht zu. Hertha ist arm und völlig unsexy!
In der „Berliner Morgenpost“ habe ich in dieser Woche eine treffende Meinung gelesen: „Hertha muss sympathischer werden, Fehler zugeben, auf die Fans zugehen, der Jugend eine Chance geben. Es wird höchste Zeit, dass Hertha wieder die Berliner Seele anspricht.“
Präsident Gegenbauer und der Aufsichtsrats-Vorsitzende Schiphorst, zwei besonnene Männer, wären gut beraten sich dies zu Herzen zu nehmen.
Vielleicht sollte deshalb der direkte Wiederaufstieg gar nicht das wichtigste Ziel sein.
Und hoffentlich nimmt man sich stattdessen die Zeit, Hertha BSC in der 2. Liga wirklich neu zu erfinden.
Denn Hertha wird in Berlin nicht genügend geliebt. Dabei ist dies die Voraussetzung, um im Fußball auf Dauer Erfolg zu haben.
Nach 13 Jahren in der 1. Liga geht es jetzt in der 2. Liga für den Traditionsklub weiter
von Alfred Draxler ( Bild-Zeitung ) -
#5
Kein Saisonrückblick ohne Enke
Fast wieder ein neuer Zuschauerrekord für die Bundesliga in der abgelaufenen Saison. In Europa befinden sich 10 Deutsche Vereine unter den Top dreißig, was das Zuschauerinteresse angeht. Krösus hier, wie immer Borussia Dortmund. Da fragt man sich, ob wirklich in der Stadt nichts los ist, wenn alle jeden zweiten Samstag ins Westfahlenstadion strömen. Zu feiern gab es eine Menge, nicht nur dort. In Bayern feierten sie die Bayern, endlich wieder Deutscher Fußballmeister. Der Spielplan meinte es gut mit Berlin, die Schale gab es in der Hauptstadt, was für ein Erlebnis, für die, die dabei waren. Auch der zweite feierte sich. Felix Magath spielte bis zu letzt mit, um den Titel, aber es reichte nicht ganz, wiedermal für Schalke, dennoch eine Riesenparty, für den Maximalen Erfolg. Das Gute daran ist, vier ehemalige Jugendspieler des Vereins gehörten zum Stamm. Üb rings, bei den Bayern waren es fünf ehemalige. Werder Bremen erspielte sich noch Rang drei, nach einer schlechten Hinrunde. Nicht nur diesen verlor Bayer Leverkusen, Eine grandiose Hinrunde hob die Truppe von Don Jupp auf das favoritenschild, aber der Sturz folgte am 25.Spieltag mit der ersten Saisonniederlage. Die Europaleague konnte noch gerettet werden. In dieser spielt auch der BVB und der VFB Stuttgart, dank des Pokalfinales. Überschattet wird die Saison vom Freitod Robert Enkes. Hannover stand wochenlang unter Schock und konnte sich erst kurz vor Saisonschluss wieder aufbäumen und die Erstligazugehörigkeit sichern. Was treibt einen Menschen, der alles hat, ein gutes Einkommen, Stammtorwart der deutschen Nationalmannschaft, eine glückliche Familie, seine Traumfrau, dazu, so etwas zu tun. Laut Experten waren es verlustängste die ihn dazu brachten, sich vor einem Zug zu werfen. Es ist und war traurig. In bleibender Erinnerung wird mir auch das Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Hannover 96 bleiben. Ein Eigentorfestival vom feinsten, eines schöner und dubioser wie das andere. Herrlich, wenn man neutraler Beobachter ist. Dies fällt mir schwer, wenn ich an die Hauptstadt denke. Abstieg obwohl immer wieder ein Engel auftauchte und der Hertha eine Chance einräumte, doch genutzt hat dies nichts. Wie kam es zu so einem Dilemma? Der Wahnsinn fing schon am 33.Spieltag der Saison 08/09 an. Heimspiel gegen S04, die jenseits von gut und böse waren, um die goldene Ananas spielten. Hertha vor voller Hütte, nicht in Bestbesetzung spielte zaghaft und ängstlich. Der Gedanke Meister werden zu können, lähmte alle Beteiligten Personen, auch den Trainer Favre. Der Kapitän Friedrich und Stürmer Voronin schauten sich die Begegnung zunächst von draußen an. Taktisch war es schlecht. Sicher Chancen hatte man, aber der nötige Druck fehlte, um ein Tor zu erzwingen. Gefrustete nach einem 0:0 ging man vom Platz und Kritik der Spieler an den Trainer folgten, dies war der Anfang vom Ende. Aber es konnte noch die Championsleague Qualifikation sein, man musste nur beim zu 90%iger Sicherheit abgestiegenen Karlsruher siegen. Was geschah? Man ging mit 0:4 unter, verspielte garantierte 20 Millionen und war gefrustete. Diesen Frust brachte man zur neuen Saison mit. Der Streit zwischen Gegenbauer und Hoeneß taten ihr übriges. Favre musste nach einem Sieg in sechs Begegnungen gehen. Es kam der Biedermann Funkel, ich glaube er brauchte erst man acht Spiele um einen Sieg feiern zu können. Funkel hatte das Prinzip lieber einen Punkt als keinen, doch so kann man als abgeschlagene Mannschaft auf Rang 18 nicht agieren. Zu Defensiv kosteten Punkte in den Heimspielen gegen Mainz und Gladbach. Erst als der Druck von außen zu groß wurde, ließ er offensiver agieren und siehe da, man gewann mal wieder. Spektakulär war das 5:1 beim amtierenden Meister gewesen. Genützt hat es nichts, nach 13 Jahren folgte der sinnloseste Abstieg der Bundesliga Geschichte. Anstatt nach oben, ging es nach unten, arme Hertha, armes Berlin. Das schlimme an der Sache ist, das es vielen egal ist. Berlin will Spitzensport sehen, mit biederer Hausmannskost kommt man hier nicht weit. Neuaufbau in allen Bereichen, mit einem neuen Trainer, der ein Siegergen mitbringt, und einer Mannschaft, auf die man stolz sein will. Hertha muss wieder nach oben und in die Spitze der Bundesliga, alles andere ist Mumpitz. Berlin will und soll sich mit den besten messen, soll mal wieder einen Titel holen, nicht nur mitspielen. Hertha muss selbstbewusster werden, nicht immer nur sagen tausende von Mannschaften spielen noch tiefer als wir. Richtig, aber Blödsinn!
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#6
Markus Babbel vor Hertha-Engagement
Herthas Abstieg zieht nun Konsequenzen nach sich, in jedem Fall zumindest für Trainer Friedhelm Funkel, der es nicht schaffte, das Team in der Bundesliga zu halten. Auf der Suche nach einem Nachfolger soll Markus Babbel einer der favorisierten Kandidaten sein.
Babbel neuer Hertha-Trainer?
Er sagt: „Für die 2. Liga bin ich mir nicht zu schade“
Warum ich für Markus Babbel bin: Jung, dynamisch, Ehrgeizig und vor allem Erfolgsgeil. Das ist das, was unsere Hertha braucht. Er bingt das sogennante Bayern Gen mit. 40 Jahre bin ich Hertha Fan und mußte immer wieder mit ansehen, das einer schlimmer war wie der andere. Na gut, 1,5 Trainer waren gut für Hertha und für Berlin, aber der Rest war unterdurchschnitt. Ich habe es satt immer nur Mittelmaß präsentiert zu bekommen. Jahr für Jahr fragte man sich, warum trotz eines Dieter Hoeneß kein Leihspieler von Bayern kam. Weil wir die Trainer dazu nicht hatten, Uli traute es keinem zu, aber mit Babbel könnte endlich was passieren. Als er beim VFB war, kamen zwei Leihspieler vom großen FC Bayern, also hat Markus auch einen hohen Stellenwert im Süden der Republik. Er würde für eine neue Ära stehen. Holt ihn!!!!!
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#7
Zweijahresvertrag für Babbel
Der Hauptstadt-Klub ist bei der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Friedhelm Funkel (56) fündig geworden: Markus Babbel (37) erhält beim Bundesliga-Absteiger nach kicker-Informationen einen Zweijahresvertrag. Hertha-Manager Michael Preetz (42) und der im Dezember 2009 nach 13 Monaten als Cheftrainer in Stuttgart entlassene Coach sind sich über eine Zusammenarbeit einig, das erklärte Ziel beider Seiten ist die Rückkehr in die 1. Liga im ersten Jahr.
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#8
Hast Recht, Jörg, genauso wie im vorletzten Beitrag sehe ich es auch. Der Text hätte von mir sein können. Habe ich gestern unentwegt vielen Leuten gesagt. Babbel hat´s einfach drauf, jetzt muss nur noch beim spielenden Personal ein ordentlicher Job gemacht werden, um die Hypothek der letzten DH-Jahre abzuwerfen. Hertha, befreie Dich, vielleicht war der Abstieg auch das Beste, was uns passieren konnte. In einem Jahr werden wir schlauer sein.
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#9
Verlässt die Hertha nach drei Jahren: Jaroslav Drobny.
Die Berliner Hertha wird ohne ihren bisherigen Stammtorhüter Jaroslav Drobny in die Zweite Liga gehen. Dies teilte Geschäftsführer Michael Preetz am Donnerstagabend mit. "Wir nehmen unser Angebot für eine Vertragsverlängerung zurück", sagte Preetz. "Jaroslav Drobny konnte und wollte sich nicht auf ein Jahr Zweite Liga einstellen." Preetz sieht derzeit auf dem Markt viele gute Alternativen für den Tschechen.
Der Rat der Stadt Bielefeld hat heute empfohlen, bei der morgigen (28.05) entscheidenen Sitzung gegen den Kredit für die Arminia zu stimmen. 
