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01
Jan
2009
Januar 2010 - Ein kleines zartes Pflänzlein der Hoffnung...
Die Aufholjäger aus Berlin legen los, Die 35 Spieler für den WM Leistungstest und vieles mehr.
8 Kommentare
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#1
....trotz Wirtschaftskrise. Es soll ja alles besser werden, laut unseren Politikern. Dennoch zum Jahresanfang hat man den einen oder anderen Wunsch. Da die Sachen die hier geschrieben 80 Monate drin bleiben, hier meine Wünsche zu 2010:
- Klassenerhalt für Hertha BSC Berlin, das wird schwer genug.
- Mehr Teilnehmer beim Tippen in allen Ligen.
- Meht aktive Teilnehmer hier bei unseren diskussionen. -
#2
Danke an die UEFA, eigentlich schon seit Jahren, sollte man denen ein Dankschreiben schicken, jedes Jahr auf`s neue. Warum fragt Ihr Euch, na wegen der Championsleague und den gesicherten Einnahmen und dadurch, das es von Jahr zu Jahr spannender wird in der Bundesliga. Auch auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole, aber auch durch diesen Modus ist die Vorherrschaft der Bayern in der Bundesliga vorbei. Viele Teams konnten aufholen. Bayern war auch nicht mehr in der Lage die Topspieler den anderen Bundesligisten weg zu kaufen, auf Dauer gesehen viel zu teuer und viel zu viel. Desweiteren kamen finanzkräftige Firmen und Personen hinzu. VW Werke in Wolfsburg machten Ihre Betriebssportgruppe zum Deutschen Meister und Herr Hopp machte seine TSG zum Europacupplatzkanditaten. Die Bayer Werke feierten die Herbstmeisterschaft. Überhaupt sollte man anmerken, das acht Mannschaften in dieser Saison berechtigte Hoffnungen machen auf einen Europacupplatz oder sogar Championsleagueplatz. Die Überraschung dabei ist Schalke 04. Der Verein hochverschuldet setzte auf die Jugend und gewann. Mit einer verstärkten Juniorenmannschaft ist man nach Abschluß der Hinrunde zweiter. Der Erfolg hat einen Namen: Felix Magath, vor sechs Monaten noch Sensationsmeister mit den VW Werken. Für mich ohne Zweifel, der Trainer des ersten Jahrzehnts. Früher Notnagel, Feuerwehrmann, oft entlassen, mauserte er sich zu einem Top Trainer. Was er anpackt hat Hand und Fuß. Sollte er im Frühjahr mit S04 den Titel holen, bauen die Königsblauen ihn ein Denkmal, das wir wahrscheinlich von Berlin aus sehen könnten. Ein Denkmal wollten auch die Kölner den Poldi bauen, doch der hat weiterhin Anlaufprobleme, kommt mit dem Druck, der auf ihn lastet noch nicht ganz klar. Köln, die sparsamsten der Liga. 10 Tore reichten für 18 Punkte. Vor allem die Bilanz in der Fremde ist erstaunlich. Beste Abwehr der Liga, mit 4 Gegentoren. Volkommen das Gegenteil ist der Hauptstadtclub, die Schießbude der Liga. Abgeschlagen Tabellenletzter, schlechteste Erstligamannschaft in ganz Europa, eine Einkaufpolitik, die ein Laie nicht besser hinbekommen hätte, aber im Europacup ganz gut mitspielt. Was ist dort schief gelaufen? ALLES! Hoeness hätte man nicht wegjagen dürfen, das war wahrscheinlich eine privat Sache von ehemaligen Kumpels Gegenbauer / Hoeness. Das Präsidium mit dem Manager ist eindeutig überfordert, um von sich abzulenken, feuerte man Favre um dann noch nachzutreten, mit der Begründung, der hat die Neuzugänge ausgesucht. Da mögen die Verantwortlichen recht haben, aber absegnen muß dies der Manager und das Präsidium., in diesem Bereich haben sie kläglich versagt. Auch die Scoutingabteilung der Berliner ist ein Witz, außer Ramos, haben die nicht zu Stande gebracht. Jetzt verstärkt man sich in der Winterpause, ob das noch was bringt? Ist der Abstand nicht schon zu groß? Man sollte dabei nicht vergessen, das die anderen Teams, die unten stehen auch den einen oder anderen Punkt machen werden und das zwei Teams so desolat in der Rückrunde spielen, wie Hertha in der Hinrunde, damit wenigstens ein Relegationsplatz rausspringt, wage ich zu bezweifeln. Das eigentlich wirkliche schlimme ist, das es kaum jemanden interessiert, ob Hertha in der ersten, zweiten oder dritten Liga spielt. In übrigen Deutschland ist Hertha eine graue Maus und in Berlin, ist es vielen egal.
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#3
Torhüter beim Leistungstest
Spieler Alter Verein DFB-Spiele BL-Spiele 2009/10 UEFA
R. Adler 25 Leverkusen 8 92 17 14
M. Neuer 23 Schalke 04 2 106 18 15
T. Wiese 28 Bremen 2 188 17 41
Abwehrspieler beim Leistungstest
Spieler Alter Verein DFB-Spiele BL-Spiele 2009/10 UEFA
D. Aogo 23 Hamburg 0 56 18 16
A. Beck 22 Hoffenheim 6 71 14 3
J. Boateng 21 Hamburg 2 74 16 19
A. Friedrich 30 Hertha BSC 69 215 15 29
P. Lahm 26 FC Bayern 63 175 18 50
P. Mertesacker 25 Bremen 59 172 18 38
R. Huth 25 Stoke City 19 0 + 106 15 11
M. Schäfer 25 Wolfsburg 7 80 16 14
S. Tasci 23 Stuttgart 9 87 13 17
C. Träsch 22 Stuttgart 1 34 14 9
Mittelfeldspieler beim Leistungstest
Spieler Alter Verein DFB BL 2009/10 UEFA
C. Gentner 24 Wolfsburg 4 122 18 21
T. Hitzlsperger 27 Stuttgart 51 124 11 22
A. Hunt 23 Bremen 1 95 18 37
M. Jansen 24 Hamburg 30 125 10 25
S. Khedira 22 Stuttgart 1 85 12 14
T. Kroos 20 Leverkusen 0 47 18 7
M. Marin 20 Bremen 7 55 18 6
T. Müller 20 FC Bayern 0 22 18 6
M. Özil 21 Bremen 7 86 16 25
S. Rolfes 28 Leverkusen 21 143 10 34
B. Schweinsteiger 25 FC Bayern 72 202 18 53
P. Trochowski 25 Hamburg 28 156 17 41
Stürmer beim Leistungstest
Spieler Alter Verein DFB-Spiele BL-Spiele 2009/10 UEFA
M. Gomez 24 FC Bayern 31 139 18 25
P. Helmes 25 Leverkusen 12 50 3 0
S. Kießling 25 Leverkusen 3 174 18 22
M. Klose 31 FC Bayern 93 274 12 23
Legende: DFB-Spiele = A-Länderspiele gesamt, BL = Bundesligaspiele gesamt, 2009/10 = Bundesligaspiele in der laufenden Spielzeit, UEFA = Europapokalspiele in den Hauptrunden der Champions League und der Europa League/UEFA-Cup
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#4
Nachschuss
Wie Duschen mit der Schwester
Von Andreas Lorenz
Zuerst mal das Positive. Im Olympiastadion ist gestern niemand erfroren. Seit der Winterpause – stimmt: als keine Bundesliga lief, hatte der Winter Pause! – konnte Hertha den Rückstand aufs rettende Ufer um zwei Punkte verkürzen. Und für vier Punkte brauchten die Blau-Weißen in der Hinrunde zehn Spiele und zwei Trainer. Insofern hat die Hoffnung das 0:0 überlebt, aber der Druck für die Partie am kommenden Sonnabend gegen Bochum ist brutalstmöglich angestiegen.
Hertha braucht einen Sieg. Braucht drei Punkte. Braucht ein Tor mehr als der Gegner. Egal wie. Und wenn es das stinkend-hässlichste Krepeltor der Bundesliga-Geschichte wird. Die unwahrscheinlichste Verkettung von Fußball-Unmöglichkeiten. Vielleicht die vier Mal abgefälschte, ins Tor trudelnde Ecke eines Hertha-Einwechselspielers. Das übrigens hat mich noch lange nach Schlusspfiff verfolgt.
Warum, um Gottes Willen, hat Trainer Friedhelm Funkel in der Schlussphase nicht frische Spieler gebracht. Warum nicht Domo, oder Ebert, oder Wichniarek? Warum nicht ein Signal setzen, dass Hertha sein Schicksal erzwingen will. So blieb ein 0:0, das sich anfühlt wie Duschen mit der Schwester.
Berliner Kurier, 24.01.2010 -
#5
Das ist der absolute Hammer im Abstiegskampf!
Am Sonnabend (15.30 Uhr, Olympiastadion) entscheidet sich die Zukunft für Hertha. Denn Sollte gegen Bochum wieder kein Sieg gelingen, greifen bei Hertha die Planungen für die zweite Liga.
Die B.Z. erfuhr: Ohne die drei Punkte gegen Bochum rechnet selbst in der Vereinsführung des Bundesliga-Schlusslichts niemand mehr mit dem Klassenerhalt. Für diesen Fall beschloss das Präsidium jetzt bereits den Verkauf von drei Stars.
Ein Mitglied des Gremiums bestätigt der B.Z.: „Wir hoffen nicht, dass das eintritt. Aber wir müssen dann die Spieler verkaufen, für die wir noch Geld bekommen.“ Und zwar sofort.
So wird das Bochum-Spiel für Kapitän Arne Friedrich (30), Spielmacher Raffael (24) und Serben-Star Gojko Kacar (22) zum Finale. Die drei Leistungsträger würden in der zweiten Liga nicht zu halten sein. Wenn sie jetzt gehen würden, bekäme Hertha aber noch gutes Geld und könnte bereits eine schlagstarke Mannschaft für die nächste Saison zusammenstellen. Ohne die Verkäufe wäre das durch den Abstieg und die Reduzierung des Etats kaum möglich.
Manager Michael Preetz muss die Planspiele des Präsidiums umsetzen. Seine Aufgabe: Er soll schon in dieser Woche die Fühler nach möglichen Interessenten ausstrecken. Denn nach dem Spiel gegen den VfL bleiben Hertha nur noch wenige Stunden bis zum Ende der Transferperiode.
Das Finale gegen Bochum. Jetzt geht es für Hertha wirklich um alles. Jetzt können nur noch Siege helfen.
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#6
Wiedermal am Scheideweg
Es ist sehr schwer sich der Presse in Berlin zu entziehen, vor allem dann, wenn man in einem Zeitungsladen arbeitet und sich alles erlesen kann.
0:0 gegen Borussia Mönchengladbach, ein Kontrahent um den Bundesliga Abstieg. Für die einen zu wenig, für die anderen ausreichend. (siehe dazu auch Kommentar im Januar) Ich halte diesen „Punktgewinn“ für zu wenig, hoffentlich fehlen diese zwei Punkte nicht am Saisonende. Am Sonnabend folgt das nächste sechspunkte Spiel gegen Bochum, das jetzt mit aller Macht gewonnen werden muss. Da fallen mir wieder die Worte der Hertha Verantwortlichen zum Rückrundenbeginn ein. Wir müssen aus den ersten drei Spielen neun Punkte holen um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben! Abgestiegen ist Hertha noch nicht, aber es wird immer schwerer, denn die anderen Punkten auch, siehe Köln beim Deutschen Meister. Warten wir den Samstag ab, um dann wieder neue Spekulationen verbreiten zu können. 15 Spieltage noch, hoffentlich
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#7
Kolumnistin Ruth Moschner live aus dem Olympiastadion
Es ist zum Heulen
"Ein Punkt ist eindeutig zwei zu wenig im Kampf ums Überleben"
Ruth Moschner litt im Olympiastadion mit Hertha.
Was war das für ein Spiel! Kämpferisch, energetisch, spannungsgeladen – so sieht eine Kampfansage an das Abstiegsgespenst aus und wird am Ende mit einem sensationellen 3:1 belohnt!
Dumm nur, dass das alles nicht vor meinen Augen im Olympiastadion geschah, sondern beim Spiel Hannover gegen Nürnberg. Die Hauptstadt, wo ich als glühender Hertha-Fan beim Schicksalsspiel gegen Bochum mitzittere, verfällt dagegen derzeit nicht nur auf der Tribüne in eine unangenehme Kältestarre. Auch auf dem Spielfeld bewegt man sich eher in ehrfürchtigem Schneckentempo.
Zugegeben, die rosa Höschen des Gegners sind auch wirklich zum Verlieben – die würden Drobny und Co. sicher auch gut stehen. Aber beim Thema Einkaufen hat Hertha mit drei Neuzugängen den Etat schon ausgeschöpft. Klamotten sind wohl nicht mehr drin.
Immerhin fallen Gekas und Kobiaschwili durch erhöhten Bewegungsdrang auf, aber so richtig reißen können sie es leider nicht.
Es ist, um beim Thema Shopping zu bleiben, so eine Sache mit frisch gekauften Sachen. Fehlt es am Budget, sollte man dringend darauf achten, dass das Shirt, die Bluse oder die neuen Jeans mit den bereits vorhandenen Klamotten gut zu kombinieren sind. Herrscht aber im Kleiderschrank bereits die Mottenplage und das vorhandene Material ist unbrauchbar, sind auch die neuen Sachen schnell abgegriffen und früher oder später steht man wieder völlig nackt da.
Bei Hertha passiert das leider früher statt später. Allerdings sprechen wir im Falle der alten Dame schon nicht mehr von einer Mottenplage. Hier handelt es sich offensichtlich um einen ausgewachsenen Lochfraß, der bereits bisher so verlässliche Größen wie Arne Friedrich auf dem Gewissen hat.
Innerhalb von 93 Minuten werden knapp 39 000 Zuschauer Zeuge, wie – ja, also um ehrlich zu sein – nicht wirklich viel passiert. Ich möchte fast behaupten, mein Suppenhuhn in der Tiefkühltruhe hat einen stärkeren Bewegungsdrang als die Blau-Weißen unten auf dem Spielfeld.
Vielleicht hat es ihnen ja bisher noch keiner gesagt, dass sie Tabellenletzter sind und es wirklich wirklich wirklich an der Zeit wäre, mal in die Puschen zu kommen.
Es ist zum Heulen. Action gibt es fast nur auf den Videowänden, wo dauernd die Tore der anderen Bundesligaspiele angezeigt werden.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit und gegen Spielende dann ein kurzes Zucken meiner Hertha. Die Hoffnung kommt zu mir zurück und trocknet meine Trauertränen. Im Olympiastadion scheinen meine Kicker-Helden endlich gemerkt zu haben, dass heute Fußball gespielt werden soll. Leider zu spät.
Nur gut, dass Bochum noch ein bisschen schlechter ist. So bleibt’s beim 0:0. Dennoch muss man kein Mathegenie sein, um zu kapieren: ein Punkt ist eindeutig zwei zu wenig, wenn das mit dem Klassenerhalt noch klappen soll.
Nullrunde im Sturm...
Torjäger Gekas und Ramos ohne Wirkung
Berlin - Kein Glück, keine Tore und am Ende nur noch Mitleid für Herthas Stürmer Theofanis Gekas und Adrian Ramos. So werden die beiden keine Hertha-Retter.
Die beiden bemühten sich, doch die erschreckende Bilanz liest sich so: Der Kolumbianer hatte in 90 Minuten nicht eine Torchance und der Grieche in seinen 76 Minuten Einsatzzeit eine halbe. Und die entstand in der 15.Minute aus einem Zufall.
Raffaels verunglückter Pass am Strafraum düpierte drei Bochumer, kam irgendwie zu Gekas. Der war selbst überrascht, der Ball rutschte ihm sieben Meter vor dem Tor über den Fuß.
Trainer Friedhelm Funkel: "Es ist schade, dass wir wieder kein Tor geschossen haben. Ich bin aber davon überzeugt, dass unsere Stürmer in den nächsten Spielen treffen werden." Was soll er sonst auch sagen ...
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#8
NACHSCHUSS
Die zwei Seelen des Hertha-Fans
Von Andreas Lorenz
Niemals aufgeben! Niemals! Weiter, immer weiter! Hertha schafft das noch. Ich glaube dran.
Bist du endgültig verrückt geworden? Da kämpft doch keiner. Warum verschenken die 60 Minuten? Warum grätscht, kratzt und beißt da niemand?
Es ist immer noch nicht alles verloren. Auf Platz 16 hat Hertha sogar einen Punkt aufgeholt. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren!
Ich fasse es nicht, wie man so an der Realität vorbeidribbeln kann. Die haben in zwei Heimspielen vier Punkte liegenlassen. Kein Sieger-Gen, kein Aufbäum-Gen, keinen Anführer, keinen Antreiber, keinen Vollstrecker – also keine Zukunft.
Mannomann! Wir müssen doch auch mal Glück haben. Vielleicht Freitag in Bremen, die verlieren ja nur noch. Fußball-Gott, hilf!
Ich lach mich tot! Was soll er denn machen, der Fußball-Gott. Ball auf die Torlinie legen, Wiese an den Pfosten ketten und allen Feldspielern die Schnürsenkel verknoten. Selbst dann würde Hertha ’nen Weg finden, uns alle zu enttäuschen. Sieh es endlich ein: Die sind abgestiegen. Im Kopf, im Herz und in den Beinen.
Freiburg, Hannover und Nürnberg machen am nächsten Spieltag null Punkte, das ist unsere Chance!
Ich geb’s auf. Lass mich in Ruhe. Ich guck jetzt Lottozahlen, da ist die Chance auf ein Wunder nur 1 zu 130 Millionen.
Berliner Kurier, 31.01.2010 
