Di
01
Dez
2009
Dezember 2009: Ein Jahr mit Höhen und Tiefen
6 Kommentare
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#1
Bücher, hübsch anzusehen aber irgendwie tot. Ich weiß, man sollte eine andere Auffassung darüber haben, aber zu meiner Schande muß ich gestehen, das ich nicht viel davon gelesen habe, im laufe meines lebens. Herr der Ringe, die Triologie, fällt mir spontan als erstes ein, dann folgte Stephen King mit dem Roman "Es", das war es aber auch schon. Ganz besonders ließ ich die Finger von sogenannten Biographien, weil es mich einfach nicht ineressierte, wie ein Herr X lebte. Es gibt allerdings eine Ausnahme! Uli Hoeness. Diese Biographie klingt nach gutem lesestoff, nach guter Unterhaltung und vor allem nach Motivation. Für mich persönlich einer der bemerkenswertesten Menschen in Deutschland. Er schaffte es aus einem Fußballverein ein modernes, in der Welt anerkanntes Wirtschaftunternehmen zu formen. Jetzt tritt er ab, wird vom Manager zum Präsidenten "befördert".
Nachhaltig bleiben viele Sachen hängen, vom Jahr 2009. Natürlich erstmals der Traum von einer Deutschen Meisterschaft im Fußball von Hertha BSC Berlin. Dem trauere ich heute noch nach, nicht den verlorenen Titelkampf, sondern der Tasache, das aus der Euphorie die in Berlin herrschte kein Kapital geschlagen wurde. Über 70000 gegen Bochum, das gab es noch nie!!!! Hertha war in, Hertha war top, Hertha war hip! Das wäre der optimale Zeitpunkt gewesen um neue Sponsoren an Land zu holen, doch was wurde gemacht? Siehe jetzigen Tabellenstand, der sagt alles.
Handballer des Jahres 2009 würde ich den Franzosen Henry wählen. Mit seinem spektakulären Handspiel sicherte er Frankreich den Weg zur WM in Südafrika. Habe ich erwähnt, das es eine Fußball WM ist?
Natürlich darf man auch den neuen Wettskandal nicht vergessen. Vor zwei Tagen wurden auf deutschen Boden noch 32 Spiele verschoben, heute laß man in der Presse, stimmte gar nicht, es waren 60 Spiele!
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#2
Waren das noch Zeiten, eigentlich nicht so lange her. Dies ist ja das schlimme daran. Wenn man der Sache was positives abgewinnen möchte, dann schaue man ins Ländel. Hertha gab drei Stützen ab, der VFB eine aber er kaufte groß ein, was in der Hauptstadt nicht passierte. Am Wochenende gab es gegen den VFB Morddrohungen der eigenen Fans. Dies hat Hertha schon hinter sich. Der VFB entließ den Trainer, auch das hat Hertha schon hinter sich. Beide Teams spielen seit Wochen grauenvoll und stehen zu recht da unten. Der große Unterschied der beiden besteht darin, Hertha spielt so, und kann es nicht besser, der VFB kann es besser und jetzt wieder zu Gemeinsamkeit, beide sind total verängstigt, mutlos. Es macht keinen Spaß den beiden Vereinen zuschauen zu müssen. Die Hoffnung beide liegt darin das Nürnberg in selben Dilemma steckt, der VFL Bochum zwar noch nie ganz gut, aber diese Saison schlechter wie schlecht und der 1.FC Köln allesamt sich größtenteils miserabel präsentierten. Der Unterschied der drei letztgenannten zu den beiden oberen ist, das diese Clubs es wissen, wie sie spielen, deshalb den einen oder anderen Punkt holen. Hertha und der VFB sahen sich vor der Saison keinesfalls da, wo sie jetzt stehen. In Berlin wird fälschlicherweise davon berichtet, wieviel Punkte es zu Relegationsplatz sind, ich frage mich jedesmal warum? Wissen die mehr als ich? Sehen die mehr als ich? In dieser Form hat Hertha keine Chance die Relegation zu gewinnen, egal wie der Gegner heißt. Vor kurzem gab es ja auch die JHV im ICC von BSC. Präsident Gegenbauer wurde bestätigt, in einem Abwahlantrag erreichte er die nötige Mehrheit. Fünf Anträge wurden zurückgezogen, Anträge für die Abwahl, einer mußte durchgezogen werden. Also, da gab es sechs Vereinsmitglieder, die den Mann nicht mehr haben wollten, ihn die Schuld zuwiesen an Herthas Untergang. Ich habe schon mal, vor kurzem über die Intelligenz in Berlin ( Nachzulesen im Novemberkommentar ) geschrieben und diese Meinung bestätigte sich hier, obwohl ich als nicht Mitglied, logischerweise nicht da war. Wenn ich jemanden stürzen will, dann muß ich auch ein Konzept haben und die richtigen Leute dafür. Daran hatte wohl keiner der Antragssteller gedacht. Ich halte Gegenbauer auch für falsch auf dieser Position, weiß aber zur Zeit keinen anderen, der sich dies antun möchte. Gegenbauer mag ein hervorragender Wirtschaftsfachmann sein, aber vom Sport hat er wenig Ahnung, sonst wäre alles anders gelaufen im Sommer 09. Zudem hat er sich als sehr Eitel erwiesen, sonst wäre es nicht zu dem Machtkampf mit Dieter Hoeness gekommen, da ging es nur um Eitelkeiten, nicht um Hertha.
Auch über Funkel habe ich mich nie geäußert, wollte erstmal schauen, was passiert. Also, vorneweg, mein Trainerfavorit war er nicht. Warum? Funkel ist solide, das war er als Spieler und jetzt auch als Trainer. 5 Jahre zuvor bei Eintracht FRankfurt, wo ihn hervorragende Arbeit nachgesagt wurde, aber .........es gab keine Steigerung. Er war immer mit dem erreichten zufrieden, wollte scheinbar nie höher hinaus! Das macht mich bei Funkel stutzig. Ihm fehlte und fehlt immer noch der nötige Ehrgeiz.
Es macht die Tage jedenfalls keinen Spaß Hertha Fan oder VFB Fan zu sein. Das Leben und sterben für Hertha war bei mir schon Anfang der achtziger jahre erledigt. Sicherlich, immer noch der Club mit dem ich mitzittere, aber nicht mehr "krank" werde, wenn sie nicht gewinnen. Damit stehe ich nicht allein da, was habe ich heute in der FuWo gelesen. Zu der Zeit als Hertha in der 2.Liga oder sogar Oberliga spielte, fuhren alle 14 Tage ca. 1000 Berliner nach Braunschweig um Bundesliga Fußball zu sehen, aus liebe zum Sport. Das traurige an der ganzen Sache ist aber: Hertha steigt ab und kaum jemanden interessiert es. -
#3
Natürlich gibt es den Weihnachtsmann!
Ein gedankenloser englischer Pfarrer hat neulich die Kinder seiner Gemeinde bitter enttäuscht, so dass sie weinen mussten. Es sei rein wissenschaftlich gesehen unmöglich, dass Santa Claus in einer Nacht 91,8 Millionen Haushalte allein in Europa mit Geschenken versorgt, denn er müsste dabei so hohe Geschwindigkeiten entwickeln, dass er ganz einfach explodieren würde.
Was ist das nur für ein Pfarrer? Wir werden noch beweisen, dass sein Anti-Weihnachtsmann-Beweis auch wissenschaftlich nicht haltbar ist. Zunächst aber empfehlen wir Pfarrer Lee Rayfield aus Maidenhead, in die Türkei zu fahren, nach Myra, das zwischen Fethiye und Antalya liegt. Dort hat im 4. Jahrhundert der Heilige Nikolaus gelebt, vermutlich war er Bischof und ist etwa zwischen 345 und 352 in den Himmel gekommen. Myra ist ungefähr 2500 Jahre alt. Im Jahre 60 hat sich der Apostel Paulus in der Stadt aufgehalten, knapp 300 Jahre später hat hier der Heilige Nikolaus zahlreiche Wunder vollbracht. Er schenkte drei armen Mädchen Gold zur Heirat, rettete drei Unschuldige vor dem Blutrichter und soll drei zerstückelte und eingepökelte Schüler wieder zum Leben erweckt haben. An den Heiligen erinnert nicht nur eine Basilika, die im 19. Jahrhundert mit russischem Geld restauriert worden ist, weil ja auch die Russen den Nikolaus verehren. Selbst sein Sarkophag ist dort noch vorhanden, wenn auch die Gebeine verschwunden sind. Nur ein paar Skelettreste werden noch im nahen Antalya aufbewahrt. Vor allem aber steht in Myra ein Denkmal, das Nikolaus genau so zeigt, wie wir uns den Weihnachtsmann vorstellen. In einem kleinen Park, umgeben von Bäumen, Fächerpalmen und Rosen, steht er auf einem runden Sockel, hat einen Vollbart, einen langen Mantel mit Kapuze und behütet einige Kinder, die sich an ihn schmiegen - vielleicht sind es ja die soeben zum Leben erweckten Knaben.
Nun machen einige Schlaumeier die folgende Rechnung auf: Wenn Santa Claus in Europa am 24. Dezember alle 91,8 Millionen Haushalte beliefern wollte - in Amerika kommt er erst einen Tag später -, dann hätte er selbst bei einem 24-Stunden-Tag für jede Familie eine knappe tausendstel Sekunde übrig, Anfahrt inbegriffen. Für den Transport von etwa 320 000 Tonnen Geschenken würde er 210 000 Rentiere und entsprechend viele Schlitten benötigen. Mindestens 120 Millionen Kilometer müsste er zurücklegen, das würde die 4000fache Schallgeschwindigkeit erfordern. Beim Anfahren müssten er und die Rentiere das 17 500fache der Erdbeschleunigung aushalten - kurzum, sollte er es jemals versucht haben, er wäre sofort zerstoben und anschließend verglüht. Glauben die Besserwisser.
Aber sie sind nicht auf dem neuesten Stand der Forschung. In Amerika wird an einer Aufhebung der Gravitation experimentiert. Die Forscher vermuten, dass durch schnell rotierende Scheiben aus supraleitendem Material die Schwerkraft abgeschirmt werden kann. Das würde bedeuten, dass man einen neuartigen, Energie sparenden Antrieb für Raumschiffe hätte und dass, so ein Physiker wörtlich, "der menschliche Körper auch bei höchsten Beschleunigungen nicht an der Rückwand des Raumschiffes zerquetscht würde." Aber was für Astronauten gilt, gilt erst recht für den Weihnachtsmann. Wenn der heilige Nikolaus fragmentierte Knaben zusammensetzen konnte, dann wird er sich doch wohl auch eine Technik zu Nutze machen können, die von unserem begrenzten menschlichen Geist nur angedacht, aber noch nicht durchschaut worden ist. Also, liebe Kinder in Maidenhead, trocknet eure Tränen und tröstet euch: Das stimmt nicht mit dem explodierenden Weihnachtsmann.
Und dann gibt es da noch die Heisenbergsche Unschärferelation. Das ist jetzt für Kinder ein bisschen schwer zu erklären. Ein wenig vereinfacht geht das so: Ein Elektron schwirrt auf seiner Bahn mit einer solchen Geschwindigkeit um den Atomkern, wie sie etwa der Weihnachtsmann bei der Auslieferung der Geschenke bräuchte. Nun gibt es aber keine solche kleine Zeiteinheit, dass man den Standort eines Elektrons zu einem bestimmten Zeitpunkt festmachen könnte - er ist unscharf oder "verschmiert", wie die Physiker sagen. Mit anderen Worten, das Elektron könnte an mehreren Orten zugleich sein. Und so ist es auch mit dem Weihnachtsmann.
Die Anti-Weihnachtsmann-Theorie ist somit als äußerst fragwürdig entlarvt: Sie hat kurze Beine und tönerne Füße. Der Weihnachtsmann ist ein Mysterium und wird es bleiben. Da beißt auch Pfarrer Lee Rayfield keine Zipfelmütze von ab. -
#4
Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?
1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.
3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw.
Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.
4) Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.
5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.
Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.
Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.
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#5
Eine besondere Weihnachtsgeschichte
Im Jahr 1897 wollte es die achtjährige Virginia O´Hanlon aus New York ganz genau wissen. Gibt es wirklich einen Weihnachtsmann? Darum schrieb Sie an die New Yorker Tageszeitung “Sun”. Die Sache war dem Chefredakteur so wichtig, dass er einen erfahrenen Kolumnisten beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der Zeitung. Der Briefwechsel wurde so berühmt, dass er bis zur Einstellung der “Sun” im Jahr 1950 über ein halbes Jahrhundert jedes Jahr wieder abgedruckt wurde.
Seit dem Jahr 1977 Jahr druckt nun die “Welt am Sonntag” jedes Jahr den berühmten Brief des Kolumnisten F.P. Church von der “New York Sun” ab.
Virginia schrieb: Ich bin acht Jahre alt. Einige meiner Freunde sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der ,Sun” steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?”
Und F.P. Church antwortete: “Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie sind angekränkelt vom Skeptizismus eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben nur, was sie sehen: Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, Virginia, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Und du weißt ja, dass es all das gibt, und deshalb kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Sie wäre so dunkel, als gäbe es keine Virginia. Es gäbe keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das ewige Licht der Kindheit, das die Welt erfüllt, müsste verlöschen.
Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle an Heiligabend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen?
Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens Kindern und Erwachsenen unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt.
Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die größte Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. “Ist das denn auch wahr?” kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.
Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia!
Dein Francis Church. -
#6
Wir wünschen für 2010 viel Gesundheit, Glück und großen Erfolg

